Wie aus Krisen Chancen werden

Januar 19, 2021

Erst jüngst habe ich wieder eine motivierende Geschichte im Dossier von „DIE ZEIT“ gelesen. Überschrift: „Blühende Fantasie“. Eine Berliner Firma, spezialisiert auf sehr hochwertige und schmackhafte Brände und Liköre (Stichwort: Haselnüsse aus dem Piemont werden per Hand bearbeitet) hatte, wie zu erwarten, massive Umsatzeinbrüche, weil die Bestellungen aus der High-End Gastronomie und Hotellerie ausblieben. Anstatt zu jammern, setzte der Betrieb kurzerhand auf die Herstellung von gut riechenden Hand-Desinfektionsmitteln auf Basis von Rosmarin nach dem Standard der Weltgesundheitsorganisation. Eine kluge Investition, die bereits Früchte trägt. Ganz nach dem bekannten Motto:

“When life gives you lemons, 

use them to make lemonade

Auf der anderen Seite liest man dann auf DW.COM: „Ratlos, gereizt, hoffend, verzweifelt, nervös, resigniert: Selten war die Lage in Deutschland so widersprüchlich und in weiten Teilen so negativ, wie im elften Monat der Pandemie.“ 

Viele dieser Reaktionen sind verständlich. Was uns aber in keinem Fall hilft – und das haben wir einmal wieder mit unserem unflexiblen Schulsystem in Deutschland bewiesen – ist Resignation. Wer von uns kennt nicht die Geschichte der beiden Frösche, die in das Milchfass sprangen?  

Stillstand durch Resignation  

Immer wieder wird zurecht der Deutsche Mittelstand als Motor unserer Wirtschaft bezeichnet. Daher ist es wichtig, dass gerade dieser Motor jetzt die Digitalisierung und speziell den Digital Workplace nicht „verschläft“, sondern aktiv vorantreibt.

Den Kopf in den Sand stecken oder sich wie das berühmte Kaninchen vor der Schlange ducken, führt nur dazu, dass Deutschland auf der Digitalisierungs-Skala immer weiter nach hinten rutscht und von der internationalen Konkurrenz überholt wird. In dem auf DW.COM zitierten Artikel wird das Dilemma in Zahlen deutlicher. 

Aktuelle Rolle des Homeoffice

Allerdings könnte gerade die Arbeit am PC noch viel häufiger als bisher von zu Hause erledigt werden. Die Hälfte aller Arbeitsplätze in Deutschland sind Bürojobs. Eine repräsentative Umfrage der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung hat ergeben, dass im ersten Lockdown 27 Prozent der Arbeitnehmer im Homeoffice gewesen sind, im November aber nur 14 Prozent. 

Der Bonner Wirtschaftsprofessor Hans-Martin von Gaudecker hat ausgerechnet, dass das Arbeiten von zu Hause einen großen Einfluss auf das Infektionsgeschehen hat. Wenn seit Anfang Oktober nur ein Prozent der arbeitenden Bevölkerung mehr im Homeoffice gewesen wäre, so das Ergebnis seiner Untersuchung, hätte Deutschland vor Weihnachten etwa sieben Prozent weniger Infektionen gehabt.  

Die Frage am Ende des Artikels ist berechtigt: „Könnte  das die Rettung sein? Auch für die Wirtschaft und damit für die ohnehin gebeutelten Staatsfinanzen?“

Klar, blinder Aktionismus hilft auch nicht und Einiges will wohl überlegt und geplant werden. Aber sich jetzt nicht anpassen und auf „back to normal“ warten wird den Mittelstandsmotor nicht unbedingt am Laufen halten. Gerade jetzt – auch angesichts von Kurzarbeit – kann mit vergleichsweise wenig Aufwand, aber einer guten Portion Engagement und Veränderungswillen viel aufgegleist werden, um beim Wiederanlaufen der Wirtschaft, dann auch direkt durchstarten zu können. Denn eins ist klar: Der digitale Schwerpunkt der Zusammenarbeit während der Krise wird uns auch danach erhalten bleiben.

 

Inspiration und kostenloses Beratungsgespräch

Aber wie können Sie konkret diese Chance für sich nutzen und den Digitalen Arbeitsplatz in Ihrem Unternehmen vorantreiben? Falls Sie sich gerade diese Frage stellen und auf der Suche nach Inspiration sind, empfehlen wir Ihnen diesen Beitrag. Hier werden vier verschiedene Unternehmen und deren Umgang mit der Einführung von Office 365 beschrieben.

Wir möchten Sie als Experten für den Digitalen Arbeitsplatz mit Schwerpunkt von Mittelständischen Unternehmen natürlich auch ganz individuell dabei unterstützen, Limonade aus Zitronen zu machen. Deshalb bieten wir Ihnen gern ein unverbindliches und kostenlosen Beratungsgespräch (30-60 Minuten) an. Zur Terminvereinbarung können Sie gerne unser Kontaktformular nutzen. Wir freuen uns auf den Austausch!

Zum Autor

Christian Müller, Chief Customer Success Officer der Pokeshot GmbH, verfügt über Expertise und langjährige Erfahrung in der Beratung von mittelständischen Unternehmen bei der effektiven Nutzung moderner Lernmethoden zur Steigerung von Kompetenz und Motivation der Mitarbeiter. Er ist ein angesehener Blogger und Gründer der „The Learning JEDI“ LinkedIn-Gruppe, in der er seine Erfahrungen mit anderen Lernexperten teilt. Seine Expertise reicht von klassischen eLearning-Formaten, Game based Learning bis hin zu modernen Methoden, die durch die steigende Nachfrage nach gegenseitigem Lernen (Social Learning) und Learning by Experience (Performance Learning) geprägt sind.

Verbinden Sie sich mit uns auf facebook | twitter | LinkedIn | YouTube – so bleiben Sie informiert!