Wissen – der Wettbewerbsvorteil von heute

März 16, 2018

 

Die Menge an Daten, welche wir in diesem Informationszeitalter als MitarbeiterInnen und Konsumenten produzieren, wird weiterhin rasant steigen – darin besteht weitestgehend Einigkeit. Diese Anhäufung von Informationen stellt nicht nur Herausforderungen in Bezug auf Speicherung und Management dar, es fordert einmal mehr neue Rollen und Verantwortlichkeiten, um Organisationen dahingehend zu unterstützen. Neben Positionen im IT-Umfeld, welche Backend-Funktionalitäten administrieren und Datenanalysten, werden in Zukunft besonders User Experience Spezialisten, als auch Digital Knowledge Manager erheblich über den Erfolg von Organisationen entscheiden. In einem kürzlich veröffentlichten Artikel im Forbes Magazine wird die Bedeutung genau dieser Rolle ebenfalls hervorgehoben:

“Digitales Wissensmanagement wird sich zu einer der größten Marketingverantwortlichkeiten entwickeln. Mit dem Aufkommen von mehr intelligenten Systemen wird es noch wichtiger sein als bisher, sicherzustellen, dass die Informationen einer Organisation richtig und relevant sind. Die meisten Unternehmen haben hier jedoch noch enormen Nachholbedarf und müssen erst realisieren, dass sie digitales Wissensmanagement zu einer ihrer Prioritäten machen müssen.”

Eine weitere aktuelle Veröffentlichung, diese aus dem Entrepreneur, betont:

“Ein Digital Knowledge Manager, auch DKM, ist in erster Linie jemand, die oder der Informationsquellen über Ihre Marke, Ihre Mitarbeiter, Ihre Produkte, Veranstaltungen und Orte innerhalb der Organisation aufspürt.”

Obwohl der Begriff “Digital Knowledge Management” in diesen Veröffentlichungen hauptsächlich im Kontext von Marketing platziert wird und weniger im Bereich Learning und Development, ist Wissen ganz klar ein Asset, das unsere Aufmerksamkeit verlangt – unabhängig, welchem funktionalen Gebiet es zugeordnet wird. Eine kürzliche Veröffentlichung im Time Magazine greift diesen Punkt auf: in dem Artikel prophezeien Leiter von IBM und weiteren großen Technologieunternehmen, dass die Zukunft der digitalen Revolution in den sozialen Netzwerken und dem Umgang mit Wissen liegen wird. “In der nächsten Phase geht es nicht mehr nur um das Netzwerk, sondern auch um Wissen.” Dieses, so die Autorin, wird vom Umgang mit Urheberrecht und Daten abhängen, als auch von der Expertise innerhalb der Organisationen. Außerdem wird Kernexpertise wichtiger und relevanter sein als je zuvor und die meisten Unternehmen werden entweder ihre eigenen Netzwerke aufbauen oder wenigstens zu welchen beitragen, was wiederum essentiell für ihre Zukunft sein wird.”

Was bedeutet all das für Lernexperten? Ich leite daraus drei Implikationen ab:

    • Jetzt ist die beste Zeit für L&D Professionals, ihre Aufgabenbereiche und ihre Tätigkeitsfelder auszuweiten.
      • Suchen Sie nach Möglichkeiten, sich mit Digital Knowledge Managern oder verwandten Rollen auszutauschen.
      • Setzen Sie sich für Technologien ein, die eine Vernetzung von Kolleginnen und Kollegen, bzw. Abteilungen und Standorten ermöglicht.
      • Kooperieren Sie mit operativen Teams, um bestehende Jobausschreibungen zu überarbeiten.
    • Die uns bekannten “Kurse” können nicht mehr der einzige Weg sein, um Wissen zu kodifizieren.
      • Verändern wir die Perspektive weg von der Annahme, dass die Aktivität des Lernens immer eventbasiert oder zeit-, bzw. ortsgebunden ist hin zu einem Ansatz der Performance-Unterstützung, so haben wir die Möglichkeit, überall wertvolle Inhalte und bedeutende Interaktionen zu finden.
    • Das Verstehen der Tiefe und Breite der Überschneidungen zwischen Arbeit und Lernen ist essentiell, um Wissen managen zu können.
      • Durch das Lösen von Problemen, Fällen von Entscheidungen, Mitwirken bei Innovationen, etc., ist unsere tägliche Arbeit der Ort, wo Expertise gezeigt und gelebt wird. Diese Dynamik entsteht oft in One-to-One Konstellationen oder Gruppenkontexten.
      • Diese Einzelexpertise in Organisationsexpertise zu verwandeln setzt voraus, dass die Rolle von L&D Professionals als Brücke dient, um diese Dynamik zu skalieren.

Welche neuen Rollen und Verantwortlichkeiten erwarten Sie in den kommenden Jahren in Organisationen? Welche Abteilungen würden in Ihrer Organisation von den Einblicken und Ideen anderer Abteilungen profitieren? An wen oder wohin wenden sich die Leute in Ihrer Organisation, um schnell etwas Neues zu lernen? Wir freuen uns auf Ihre Kommentare.

Um mehr über die Veränderung der Rolle von Learning & Development zu erfahren, werfen Sie einfach einen Blick auf einen unserer vorherigen Blogbeiträge: Die Rolle von L&D mit sozialen Technologien neu gestalten

 

About the author

Stan sammelte erste Erfahrung mit Lerntechnologien, als er 1999 SMART Boards einsetzte, um Mitarbeitern die Microsoft Office Suite näher zu bringen. Er wurde dann zum Instruktionsdesigner, also zum Entwickler von Lehrmaterial und zu einem Trainer für CRM Software Lösungen. Weiters arbeitete Stan als Training manager und später als Projektmanager im Online-Education-Bereich. Da seine Erfahrungen mit Onlinelernen stetig zunahmen, entwickelte er zunehmend ein erständnis dafür, welches Bedürfnis da ist, Strategie mit Technologie in Verbindung zu bringen. Stan begann sich auf die Beziehung zwischen Blended Learning und Social Business zu konzentrieren. Diese Einblicke waren es, die ihn im Jahr 2012 zu Jive und zu Pokeshots Social Learning Lösung SmarterPath brachten. Stans aktuelle Rolle im Unternehmen erlaubt es ihm, über Sales und Marketing Kunden dabei zu unterstützen, die Lösung in ihrem Unternehmen einzuführen, als auch als fester Bestandteil des Produktteams die Weiterentwicklung von SmarterPath aktiv mitzugestalten.

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